Mischfonds für Schwellenländer: Nicht Fisch und nicht Fleisch

Mischfonds für Schwellenländer gibt es schon seit längerer Zeit, fristen aber eher ein Nischendasein im Vergleich zu mancher High Flyer-Kategorie. Wir haben diese Fonds unter die Lupe genommen. 

Ali Masarwah 27.03.2020

Vor rund zehn Jahren, kurz nach der Finanzkrise, als China sich anschickte, die globale Konjunktur aus dem Tal der Tränen zu ziehen, kannte die Schwellenländer-Euphorie in der Finanzindustrie keine Grenzen. Seinerzeit kamen kreative Köpfe in der Fondsbranche auf die Idee, eine pfiffige neue Produktidee zu vermarkten: Emerging Markets Mischfonds.

Diese Fonds sollten Anlegern die Wachstumsfantasie nicht nur über Aktien-Investments näherbringen. Angesichts des damals schon vorherrschenden Niedrigzinsumfelds in den Industrienationen und der verbesserten Ratings der Schwellenländer setzen die Fondsmanager auch auf erkleckliche Kursgewinne bei festverzinslichen Papieren. Mehr sogar: Staatsanleihen dieser Länder böten zum Teil höhere Sicherheiten als Anleihen aus Industrieländern. Denn im Gegensatz zu den Industrienationen hätten viele Schwellenländer keine Staatsschuldenprobleme. Derartige Schwellenländerfonds böten auch einen risikoreduzierten Zugang zum Aktienmarkt. Schwellenländer-Mischfonds also auch für das Risikomanagement? 

Wer den Botschaften der Fondsprofis lauscht, hätte zum Schluss kommen können, dass es sich bei Emerging-Markets-Mischfonds um die sprichwörtliche Eier legende Wollmilchsau handele. Zehn Jahre später dürfte eher Ernüchterung eingekehrt sein. Das Fondsvermögen verharrt hartnäckig bei unter zehn Milliarden Euro, die in europäische Fonds investiert sind. 

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Über den Autor

Ali Masarwah

Ali Masarwah  Ali Masarwah ist als Chefredakteur für die deutschsprachigen Anleger Websites von Morningstar verantwortlich.

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