Morningstar Rating Analyse: Fundsmith kontra Woodford

Nach dem tiefen Fall von Neil Woodford rücken britische Medien nun den Blick auf Starfondsmanager Terry Smith. Doch, um Franz Beckenbauer zu paraphrasieren: Fundsmith ist nicht Woodford.* Die besten kleineren Fondsanbieter in Europa per Ende September.

Ali Masarwah 01.11.2019

Wir kommen jetzt zur Gruppe der kleineren Fondsgesellschaften. In den vergangenen Monaten hat es einige Turbulenzen bei prominenten kleineren Asset Managern bzw. einzelnen Einheiten größerer Häuser gegeben. Nachdem etliche Fonds der Natixis-Tochter H20 wegen illiquider Positionen im Frühjahr in Turbulenzen gerieten, erwischte es im Juni den britischen Star-Fondsmanager Neil Woodford. Der ehemalige Invesco-Manager hatte in seinem Flaggschiff-Fonds Woodford Equity Income illiquide Aktien in großem Stil eingesetzt. Als sich die Mittelabflüsse wegen der Underperformance des Fonds verstärkten, wurde der illiquide Anteil des Fonds wegen der unveräußerbaren Positionen immer größer. Der Fonds musste geschlossen werden, und aktuell läuft die Liquidation. (Meine Kolleginnen und Kollegen bei Morningstar in Großbritannien haben sich diesem unschönen Ende des Starfondsmanagers Woodford ausgiebig gewidmet, etwa hier, hier und hier.)

Diese Diskussion hat - für Außenstehende unverständlich - auch den Londoner Asset Manager Fundsmith eingeholt. Die globale Aktienstrategie von Fondsmanager Terry Smith wird in einem Fonds, dem Fundsmith Equity, umgesetzt. Dieser Fonds hält ein Fünf-Sterne-Rating. Fundsmith führt dank dieses Erfolgs das Ranking der besten kleinen Häuser seit Start der Morningstar Rating Analyse Ende 2015 an. Die 25 Milliarden-Euro-Strategie wird auch als Luxemburger Variante angeboten, die mit 1,1 Milliarden Euro nicht eben klein ist.

Nun spekulieren etliche britische Medien, die nicht gerade bekannt für einen sachlich-nüchternen Stil sind, ob nicht auch der Fundsmith Equity in den Woodford-Sog gezogen werden könnte. Das ist nicht nachvollziehbar, da Smith ausschließlich auf liquide Aktien mit einer Mindestmarktkapitalisierung von zwei Milliarden Dollar setzt. Unsere Fondsanalysten in London bewerten diesen Fonds unverändert mit dem bestmöglichen Analyst Rating "Gold". Glücklicherweise haben sich Anleger nicht aus der Ruhe bringen lassen. Im dritten Quartal flossen der Strategie knapp 700 Millionen Euro netto zu, was zeigt, dass man gut daran tut, diese Phantom-Diskussion in den britischen Medien ad acta zu legen.

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Über den Autor

Ali Masarwah

Ali Masarwah  Ali Masarwah ist als Chefredakteur für die deutschsprachigen Seiten von Morningstar verantwortlich.

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